Wenn der Schulweg zur Bildungsfalle wird

01. Juli 2021

Wohnortnahe Platzvergabe der Gymnasien fordert Diana Stachowitz

Diana Stachowitz - Abgeordnete für den Münchner Norden

10 Kilometer Schulweg – das droht Schülerinnen und Schülern im Hasenbergl beim Übertritt ans Gymnasium. „Es ist erschreckend, was Eltern mir berichten,“ erzählt die SPD-Landtagsabgeordnete im Münchner Norden Diana Stachowitz. „Daher fordere ich in einem Brief Herrn Staatsminister Piazolo auf, sich dafür einzusetzen, dass die beteiligten Stellen von Stadt und Land schnellstmöglich eine Lösung finden. Diese brauchen die Schüler jetzt!“

Konkret sieht es so aus, dass die Kinder aus dem Hasenbergl bei der Platzvergabe an die Münchner Gymnasien benachteiligt werden. Weder das Gymnasium München-Nord noch Feldmoching haben Kapazitäten für sie, während die Schüler*innen aus den anderen Stadtteilen an die wohnortnahen Gymnasien wechseln dürfen. Somit sind die Kinder aus den Grundschulen Ittlingerstr. und der Paulkestr. diejenigen mit dem längsten Schulweg. Die einfachste Lösung ist eine weitere Eingangsklasse am Gymnasium Feldmoching, doch dafür ist in drei Jahren ein Container nötig. Dieser wurde bisher aus Kostengründen von der Stadt abgelehnt.

„Das wirkt auf die betroffenen Eltern wie strukturelle Benachteiligung,“ so Stachowitz, die sich gemeinsam mit den Mitgliedern der SPD-Fraktion des BA Feldmoching-Hasenbergl Klaus Mai und Gerlinde Dunzinger vor Ort mit den Eltern getroffen hat. „Bei der Wahl zwischen der Fahrt mit der unzuverlässigen S1 ans Gymnasium Unterschleißheim und einem Umstieg über den Münchner Hauptbahnhof ans Rupprecht Gymnasium in Neuhausen entscheiden sich viele Eltern für die Realschule. Hier wird der Schulweg zur Bildungsfalle.“