Weil der Mensch das Wichtigste ist - Diana Stachowitz zu Besuch im AWO-Dorf Hasenbergl

20. August 2018

Diana Stachowitz, Mdl mit den Mitarbeitern im AWO-Dorf
Diana Stachowitz, Mdl mit den Mitarbeitern im AWO-Dorf

Der zweite Pflege-Besuch von Diana Stachowitz, MdL im parlamentarischen Sommer galt dem AWO-Dorf Hasenbergl in der Stösserstraße. „Der Name passt perfekt, denn wie in einem Dorf kennt und beachtet hier jeder jeden, und die Bewohner stehen im Mittelpunkt, mit ihren Anliegen, mit dem, was sie brauchen - und dem, was sie zu sagen und zu geben haben. Ich hatte das Gefühl, dass man sich wirklich Zeit nimmt für einander“, berichtet die Abgeordnete für den Münchner Norden. Keine Selbstverständlichkeit bei 170 Bewohner in drei Pflegebereichen.

Stachowitz hat erlebt, wovon sie spricht, denn sie stand nicht nur beobachtend dabei, sondern half selbst mit, beim Essen geben, zum Beispiel. „Der Zeitdruck ist enorm, und trotzdem wird gewartet, bis der letzte Löffel leer ist.“ Einen „Spagat zwischen Anforderung und Menschlichkeit“ nennt sie die Arbeit der Pflegekräfte in München. „Beeindruckend, was das Personal hier täglich leistet. Die ganze Pflege, die Verständigung in national und kulturell kunterbunt gemischten Teams - und dazu der Bürokratie-Aufwand.“ Für jeden Patienten muss jeden Tag eine lückenlose Pflege-Dokumentation ausgefüllt werden. Stachowitz hält die Überprüfung der Pflegequalität für wichtig. „Aber sie darf nicht auf Kosten der Zeit für die Menschen gehen. Denn die müssen immer an erster Stelle stehen!“ Als Sofortlösung kann sich die Abgeordnete, die selbst einen sozialen Beruf erlernt hat und Mutter eines Altenpflegers ist, die Einrichtung von „Dokumentations-Stellen“ vorstellen - Pflegekräfte, die nur für die Dokumentationsverwaltung im Heim zuständig sind.

„Das können dann auch Ältere sein, die ihre Berufserfahrung einsetzen können, ohne die körperlich belastende Pflegearbeit. So wären die 13. 000 Stellen von Gesundheitsminister Spahn gut eingesetzt“, sagt Stachowitz. „Ohne soziale Berufe hat unsere Gesellschaft keine Zukunft. Wir müssen sie stärken und ihnen zeigen, wie wertvoll sie für uns sind.“