„Ein friedliches Europa ist keine Selbstverständlichkeit. Für Europa muss man kämpfen!“

03. Juli 2018

Diana Stachowitz begrüßt eine Gruppe der Jungen Europäischen Föderalisten im Landtag

Diana mit den Jungen Europäischen Föderalisten im Landtag

Der Geist Europas wehte durch den bayerischen Landtag, als die SPD-Landtagsabgeordnete Diana Stachowitz, zuständig für den Münchner Norden, eine Gruppe der Jungen Europäische Föderalisten München (JEF) im Maximilianeum begrüßte. Die engagierten Europäer besuchten auf Einladung der Abgeordneten den Landtag, um etwas über die parlamentarische Arbeitsweise und den politischen Alltag der Parlamentarierin zu erfahren. „Europa braucht unsere breite Unterstützung. Umso mehr freue ich mich, wenn sich junge Leute so engagiert und leidenschaftlich für Europa einsetzen. Der enge Kontakt zu den überzeugten Nachwuchs-Europäern liegt mir sehr am Herzen. Durch den Austausch erfahre ich aus erster Hand Details über ihre ehrenamtliche Arbeit und wie ich sie unterstützen kann. “

Nach einem Rundgang durch das Maximilianeum schloss sich eine spannende Diskussion mit der Abgeordneten an. Sie nahm sich viel Zeit, um Fragen zu beantworten und über die aktuelle politische Lage in Europa, aber auch in Deutschland zu debattieren. So war das politische Klima in Bayern und die Stimmung der Abgeordneten untereinander ein Thema, aber es wurde auch versucht, eine Antwort auf die Fragen ‚Was bedeutet Heimat?‘ oder ‚Was ist die Wurzel von Identität?‘ zu finden. Eine besondere Rolle spielte die parlamentarische Arbeit von Diana Stachowitz im Europaausschuss, in dem sie aktives Mitglied ist. Die Abgeordnete berichtete über ihr dortiges tägliches Geschäft und über ihre Erfahrungen aus anderen europäischen Ländern.

„Alle europäischen Länder sind verschieden und es herrschen – dies darf man nicht verschweigen – auch unterschiedliche Lebensbedingungen. Aber uns alle eint der Grundgedanke eines vereinten Europas mit Demokratie, Freiheit und Solidarität. Europa bedeutet auch immer Diskussion und Kompromissfindung. Natürlich ist dies manchmal anstrengend und langwierig, aber es ist die Sache wert“, betont Diana Stachowitz. „Wir leben seit über siebzig Jahren in Frieden auf unserem Kontinent zusammen. Die jüngeren Generationen haben Krieg und Elend nie kennengelernt. Dies ist ein unschätzbares Glück.“ Aber für dieses Glück müsse man sich auch einsetzen, es sei keine Selbstverständlichkeit. „Die jungen Leute müssen Europa wollen. Leider ist die europäische Idee ‚normal‘ geworden – man muss sich nicht weiter um sie kümmern. Doch genau das Gegenteil ist der Fall: In vielen Ländern nehmen nationalistische Strömungen überhand, Italien und Ungarn sind die besten Beispiele. Für Europa muss man kämpfen!“, mahnt die Abgeordnete.

Diesen Kampf für ein vereintes Europa haben die Jungen Europäischen Föderalisten aufgenommen. Sie verstehen sich als „Anwalt der europäischen Idee“ und wollen das europäische Bewusstsein in der Gesellschaft, aber insbesondere bei den Jugendlichen, schärfen und verbreiten. „Die Arbeit der Jungen Europäischen Föderalisten begeistert mich immer wieder“, so Diana Stachowitz. „Sie haben den Kampf gegen das ‚Europa der Selbstverständlichkeit‘ aufgenommen und versuchen, die Menschen von der Wichtigkeit des europäischen Gedanken zu überzeugen. Hierbei möchte ich sie gerne mit meiner Arbeit unterstützen, gemeinsam wollen wir: Zuhören. Zupacken. Zukunft gestalten.“